Schwerpunkt Marine Geowissenschaften

Der Schwerpunkt marine Geowissenschaften am Institut für Geowissenschaften leistet einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis mariner Prozesse und zur Entwicklung von Strategien für die nachhaltige Nutzung und Erhaltung des Systems Ozean.

Die Komplexität des Ozeans im Erdsystem erfordert eine fachlich breit aufgestellte Forschung. Der Ozean hat beispielsweise aufgrund seines dominierenden Einflusses auf das globale Klima, seiner Rolle als Nahrungs- und Rohstofflieferant und seines Gefährdungspotenzials eine Schlüsselfunktion für die Menschen weltweit. Im Gegenzug wird der Ozean von menschlichen Handlungen wie dem Ausstoß von CO2, der Überfischung und der Meeresverschmutzung stark beeinflusst. Der Schwerpunkt marine Geowissenschaften am Institut für Geowissenschaften leistet einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnis dieser Prozesse und zur Entwicklung von Strategien für die nachhaltige Nutzung und Erhaltung des Systems Ozean.

Der Schwerpunkt Marine Geowissenschaften wird unterstützt durch KMS Kiel Marine Science.Kiel Marine Science

 

 

Küstenforschung
Küstenforschung
 
Die Küsten der Welt sind gekennzeichnet durch steten Wandel: Wind, Wellen und Strömung verformen kontinuierlich Strände, Watten, Flussmündungen und andere Küstenformen.

Im Spannungsfeld natürlicher und menschlich beeinflusster Systeme an den Küsten ergeben sich viele geowissenschaftliche Fragestellungen, die am Institut für Geowissenschaften in angewandten und grundlagenorientierten Projekten bearbeitet werden: Wie reagieren verschiedene Küsten auf den Klimawandel? Welche Prozesse sind relevant? Mit welchen Methoden lassen sich kleinskalige Änderungen der Küsten genau beobachten? Welche Rolle spielen Lebewesen? Dabei werden interdisziplinäre Themen mit Kollegen anderer Forschungsinstitutionen und Behörden gemeinsam bearbeitet. Wir führen Expeditionen mit Forschungsschiffen durch, machen Untersuchungen im Labor und verwenden numerische Modelle für die Berechnung komplexer Wirkungsbeziehungen.

 

Paläoumwelt
Paläoumwelt
 
Klima und Stoffkreisläufe der Erde sind eng miteinander verbunden. Ein umfassendes Verständnis dieser Zusammenhänge ist Grundlage für Entscheidungen zur nachhaltigen Entwicklung.

Der menschengemachte Klimawandel ist in vollem Gange. Veränderungen in Temperatur, Niederschlag und nicht zuletzt dem Meeresspiegel haben massive Auswirkungen auf die menschliche Gesellschaft, die durch ihr nicht nachhaltiges Handeln ihre eigene Lebensgrundlage gefährdet. Durch Rekonstruktionen von Klima und Paläoumwelt, z.B. anhand von marinen Sedimenten, in Verbindung mit Computer-Modellsimulationen von der geologischen Vergangenheit über heute bis in die Zukunft können wir die Mechanismen von Klimawandel und Klimavariabilität besser verstehen und quantifizieren. Auf dieser Grundlage lassen sich verlässlichere Aussagen über mögliche zukünftige Klimazustände treffen.

 

Marine Naturgefahren
Marine Naturgefahren
 
 

Marine Naturgefahren sind global auftretende Ereignisse. Es wird zwischen langsam einsetzenden Gefahren, wie dem Meeresspiegelanstieg und den schnell auftretenden Gefahren durch Ereignisse wie Erdbeben, Hangrutschungen und daraus resultierenden Tsunamis unterschieden. Am Institut für Geowissenschaften untersuchen wir historische und prähistorische Ereignisse, sowie die geologischen Umstände, die zur Auslösung geführt haben. Hierfür werden geophysikalische und geologische Messkampagnen mit Forschungsschiffen durchgeführt. Das Wissen über die Rahmenbedingungen, unter denen Erdbeben, Hangrutschungen und Tsunamis entstanden sind, kann Rückschlüsse über potentiell in der Zukunft auftretende Ereignisse liefern. Im Rahmen von KMS an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist diese Forschung in einen ganzheitlichen Rahmen eingegliedert, in dem neben den geologischen Bedingungen auch die Auswirkung auf Küstenräume und die dort lebende Bevölkerung untersucht werden.

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