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Eine Liste mit Informationen zu aktuellen Lehrveranstaltungen der
Arbeitsgruppenmitglieder findet sich
hier.
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Zur aktuellen Studienordnung geht es
hier.
Petrologische Lehrveranstaltungen:
Petrologische Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Übungen,
Seminare) sind im Grundstudium und im
Hauptstudium enthalten.
Geländeübungen sind wesentlicher
Bestandteil der petrologischen Ausbildung und werden sowohl im Grund- als
auch im Hauptstudium angeboten.
Grundstudium:
Einführung in die Allgemeinen Geowissenschaften I
Dozenten: H.-J- Götze, V.
Schenk, P. Stoffers
| 1.) |
- Kosmochemie und Entstehung des Planetensystems (Schenk)
Meteorite (Schenk)
- Reise durch das Planetensystem (Götze)
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| 2.) |
- Schalen-Aufbau der Erde: Seismik und Gravimetrie (Götze)
- Stofflicher Aufbau des Mantels: Minerale und Gesteine (Schenk)
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| 3.) |
- Aufbau der Erdkruste und Plattentektonik (Schenk)
- Magnetfeld und Plattentektonik (Götze)
- Tektonik-Strukturen der Erdkruste (Stoffers)
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| 4.) |
- Atmosphäre und Hydrosphäre (Stoffers)
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| 5.) |
- Exodynamische Prozesse (Stoffers)
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Einführung in die Allgemeinen GeowissenschaftenII
Dozenten: H.-J- Götze, V.
Schenk, P. Stoffers
| 6.) |
- Gezeiten und Erdrotation (Götze)
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| 7.) |
- Petrologie der magmatischen Gesteine (Schenk)
(parallel dazu "Gesteinspraktikum 2")
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| 8.) |
- Petrologie der metamorphen Gesteine (Schenk)
(parallel dazu "Gesteinspraktikum 2")
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| 9.) |
- Petrologie der sedimentären Gesteine (Stoffers)
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Polarisationsmikroskopie (WS) und Mineraloptik (SS)
Dozenten: P. Herms, P. Appel, S. Brandt
Ziel der beiden Kurse ist es, die Minerale in Gesteinsdünnschliffen
mithilfe des Polarisationsmikroskops identifizieren zu lernen.
Im Kurs Polarisationsmikroskopie (im WS) werden die kristalloptischen
Grundlagen vermittelt, um die Minerale in den Gesteinen anhand ihrer
optischen Eigenschaften selbständig bestimmen zu können.
Es werden elementare kristalloptische Eigenschaften wie Lichtbrechung,
Doppelbrechung und Pleochroismus anhand von Indikatrix-Modellen erarbeitet.
Interferenzerscheinungen zwischen gekreuzten Polarisatoren werden im
orthoskopischen und im konoskopischen Strahlengang untersucht.
Die kristalloptischen Daten liefern Informationen sowohl zur
Identifizierung eines Minerals als auch über dessen chemische
Zusamensetzung.
Dieser Kurs ist Voraussetzung für die Teilnahme an dem Kurs Mineraloptik (im SS).
Im Kurs Mineraloptik im SS werden die wichtigsten gesteinsbildenden Minerale
mit ihren charakteristischen optischen Eigenschaften systematisch abgehandelt.
In unterschiedlichen metamorphen und magmatischen Gesteinen können die gleichen
Minerale sowohl in ihren optischen Eigenschaften (aufgrund von unterschiedlichem
Chemismus) als auch in ihrer morphologischen Ausbildung (aufgrund unterschiedlicher
Wachstumsbedingungen) erheblich unterschiedlich aussehen. Dabei spielen häufig auch
sekundäre Prozesse eine Rolle, die z. B. zur Entmischung oder zu pseudomorpher
Umwandlung eines Minerals führen können.
Als Anleitung zur polarisationsmikroskopischen Untersuchung der Minerale und Gesteine
wird der „Leitfaden zur Dünnschliffmikroskopie“ von Michael M. Raith, Peter Raase und Jürgen
Reinhardt
als PDF file empfohlen. Der Leitfaden soll helfen, die gesteinsbildenden Minerale aufgrund
ihrer optischen Eigenschaften (Lichtbrechung, Doppelbrechung, Farbe, Pleochroismus,
optischer Charakter, Auslöschungswinkel) wie auch aufgrund morphologischer Kriterien
(Kornform, Habitus, Spaltbarkeit, Zwillinge, Entmischungslamellen, Zonarbau, Einschlüsse,
Verwachsungen, sekundäre Umwandlungen) identifizieren zu lernen. Die optischen
Eigenschaften der Kristalle werden durch zahlreiche Abbildungen erläutert. Die morphologischen
Eigenschaften der Minerale werden durch viele Mikrofotos charakteristischer Kristallschnitte illustriert.
Gesteinspraktikum 2 (Petrologie)
Hier wird die Bestimmung magmatischer und metamorpher Gesteine im
Handstück geübt. Der makroskopisch sichtbare Mineralbestand
wird ermittelt und die Entstehungsgeschichte und Klassifikation der Gesteine
erläutert.
Hauptstudium:
(nach oben)
Metamorphose und Gebirgsbildung mit Übungen
Folgende Themen werden behandelt:
- Entstehung wichtiger Typen metamorpher Gesteine
- Phasenbeziehung in metamorphen Gesteinen
- Diskussion der geodynamischen Bildungsmilieus der Gesteine
- Gesteinsgenese unter Betrachtung physiko-chemischer Parameter
Magmatismus der Erde mit mikroskopischen Übungen
Folgende Themen werden behandelt:
- Petrologische und geochemische Charakterisierung wichtiger Typen magmatischer Gesteine
- Ableitung der Bildungsbedingungen aus experimentellen Daten
- Prozesse der Magmengenese
Petrologie metamorpher Gesteine mit Übungen
(Gesteinsmikroskopie)
Es werden Dünnschliffpräparate verschiedener metamorpher
Gesteine mit dem Polarisationsmikroskop untersucht. Die
Reaktionsgefüge der Proben werden gedeutet und die
Phasenbeziehungen ausgewertet, um letztendlich die Druck- und
Temperaturgeschichte sowie das geodynamische Umfeld der Metamorphose
zu ermitteln.
Petrologie magmatischer Gesteine mit Übungen
(Gesteinsmikroskopie)
Verschiedene magmatische Gesteine werden mit Hilfe des
Polarisationsmikroskopes untersucht und charakterisiert. Die Mineralogie,
chemische Zusammensetzung und die Gesteinsgefüge werden genutzt,
um die Prozesse der Gesteinsbildung herzuleiten und geodynamisch zu
deuten.
Isotopengeochemie und Altersbestimmung
Zunächst werden die physikalischen Grundlagen radioaktiven
Zerfalls behandelt, schließlich verschiedene Isotopensysteme
vorgestellt, die zur radiometrischen Altersdatierung verwendet werden
können. Besondere Beachtung gilt den Möglichkeiten der
Interpretation von Altersdaten in Bezug auf Gesteinsbildung und
-metamorphose.
Analytische Methoden: Elektronenstrahl-Röntgenmikroanalyse
und Röntgenfluoreszenzanalyse (Mikrosonde)
Es werden die Grundlagen folgender Themen behandelt:
- Vakuumtechnik
- Erzeugung von Röntgenstrahlung
- Braggsche Kristallspektrometer
- Energiedispersive Systeme
- Detektorsysteme
- Matrixkorrekturverfahren (Umrechnung von Zählraten in Elementkonzentrationen)
- Zählstatistik und Nachweisgrenzen
- Standards und Homogenitätskriterien
- Berechnung von Mineralformeln aus Analysen
- Bewertung des Datenmaterials
Die Teilnahme an dieser Veranstaltungen ist eine Voraussetzung für
das selbständige Arbeiten an der Mikrosonde für
Diplomanden.
Praktikum zur Vorlesung:
Elektronenstrahl-Röntgenmikroanalyse und
Röntgenfluoreszenzanalyse (Mikrosondenpraktikum)
Aufbauend auf der Vorlesung
"Elektronenstrahl-Röntgenmikroanalyse und
Röntgenfluoreszenzanalyse (Mikrosonde)" wird der Umgang mit
der Röntgenfluoreszenz und der Mikrosonde in kleinen Gruppen
geübt. Jede Gruppe soll in dieser Zeit mit verschiedenen Techniken
eine eigene Probe bearbeiten.
Die Teilnahme an dieser Veranstaltungen ist eine Voraussetzung
für das selbständige Arbeiten an der Mikrosonde für
Diplomanden.
Aktuelle Forschungsprobleme der Petrologie
Aktuelle Probleme und Publikationen aus dem Gebiet der petrologischen
Forschung werden vorgestellt und diskutiert.
Thermobarometrische Berechnungen am Computer
Der Kurs richtet sich an Studenten der Geowissenschaften mit
Arbeitsrichtung metamorpher Petrologie. Es werden die wichtigsten
Programmpakete zur Erstellung petrologischer Phasendiagramme und der
Thermobarometrie metamorpher Gesteine vorgestellt. Der Schwerpunkt des
Kurses soll auf den praktischen Übungen am Rechner liegen, es wird
aber auch der theoretische Hintergrund der Programme diskutiert. Im
einzelnen beinhaltet der Kurs die folgenden Programme und Themen:
Petrologische Berechnungen mit Excel
- Berechnung von Mineralformeln und einfache thermobarometrische Berechnungen
- Berechnung von linear unabhängigen Mineralendgliedern mit Matrixverfahren
- Projektion von Mineralzusammensetzungen durch Koordinatentransformation mit Matrixverfahren
Gibbs, Thermobarometry und Tetplot (Spear)
- Theorie und Anwendung der Gibbs-Methode zur Bestimmung von P-T Pfaden aus zonierten Granaten
- Anwendung der Programme Tetplot und Thermobarometry
THERMOCALC (Holland & Powell)
- Definition von Mischungsmodellen in Matrixnotation, Verwendung der Scriptkommandos
- Thermobarometrie mit THERMOCALC
- Konstruktion von petrogenetischen Grids, Konstruktion pseudobinärer Schnitte f¸r bestimmte Gesteinszusammensetzungen/Drücke/Temperaturen, Erkennen und Bedeutung von singulären Reaktionen, Erstellung von ternären Kompatibilitätsdiagrammen (AFM-Projektionen).
- Erstellung der Diagramme mit Hilfe des Programmpaketes Mathematica und die Überarbeitung der Diagramme mit Standard-Graphiksoftware (Adobe Illustrator)
Vorkenntnisse
- Petrologie der Metamorphite und Kenntnisse spez. Mineralogie
- Kenntnisse der Phasenlehre (Phasenregel, Schreinemakers Methode) und der Thermodynamik können nicht schaden
- Computer-Grundkenntnisse
- Kenntnisse der linearen Algebra (lineare Gleichungssysteme, Matrix- und Vektorrechnung)
Ziel der Lehrveranstaltung
Das Ziel der Lehrveranstaltung besteht darin, den Teilnehmern einen
Überblick über die am häufigsten verwendeten
Programme und ihre Möglichkeiten zu geben sowie sie in die Lage zu
versetzen, mit Hilfe der allgemein verfügbaren Anleitungen und
Literatur selbständig petrologische Probleme zu bearbeiten.
Geländeübungen:
(nach oben)
Petrologische Geländeübungen + Seminar
Exkursionen sind ein wichtiger Bestandteil der petrologischen Ausbildung.
Es wird daher jährlich eine zwei- bis dreiwöchige Exkursion
durchgeführt, um die in den Vorlesungen erlernten Sachverhalte auch
im Gelände zu studieren. Im vorbereitenden Seminar hält jeder
Teilnehmer einen circa halbstündigen Vortrag.
Informationen und Bilder zu den Exkursionen der vergangenen Jahre gibt es
auf unserer Exkursions-Seite.